Der diesjährige Tag der Versicherer des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) fand am 19. Juni 2026 in St. Gallen statt.
Der SVV ist die Branchenorganisation der Schweizer Privatversicherer. Mit rund 70 Mitgliedern, darunter auch die TSM Versicherungs-Gesellschaft (TSM), setzt sich der Verband für eine nachhaltige Entwicklung der Versicherungswirtschaft ein und fördert Lösungen, die zur Stabilität und Sicherheit der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft beitragen.
Namhafte Keynote- und Podiumsteilnehmende teilten ihre Perspektiven, darunter:
• Dr. Stefan Mäder, Präsident SVV
• Stefan Walter, Direktor FINMA
• Patric Deflorin, CEO AXA Schweiz
• Dr. Barbara Bleisch, Philosophin
• Sandra Känzig, CISO Helvetia Baloise Gruppe
• Matthias Bellwald, Gemeindepräsident Blatten
• sowie weitere
Sie gaben spannende und inspirierende Einblicke in aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Versicherungsbranche.
Tag der Versicherer 2026
Unsere Welt wird zunehmend komplexer. Gesellschaftliche Veränderungen und technologische Entwicklungen stellen die zentrale Frage: Wie bleiben Risiken künftig tragbar und finanzierbar? Die Antwort liegt in der Versicherbarkeit. Sie ermöglicht es, Risiken zu verstehen, zu bewerten und so zu strukturieren, dass sie langfristig abgesichert werden können. Dafür braucht es kontinuierliche Weiterentwicklung, Prävention und geeignete Rahmenbedingungen. Die Bedeutung von Versicherungen zeigt sich besonders bei grossen Schadenereignissen. Der Felssturz von Blatten im Wallis hat eindrücklich verdeutlicht, wie wichtig schnelle finanzielle Unterstützung für Betroffene ist. Das Zusammenspiel von Eigenverantwortung, Solidarität und Marktmechanismen bildet dabei eine zentrale Grundlage für Stabilität.
In seiner Keynote erläuterte Stefan Walter die risikobasierte, proportionale und branchenspezifische Aufsicht der FINMA. Versicherer sind zentral für die Stabilität der Schweizer Wirtschaft und werden entsprechend differenziert reguliert, mit Fokus auf die Risikobeurteilung. Reformen im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und der Aufsichtsverordnung (AVO) stärken Kundenschutz und Transparenz, während Prinzipien wie das Prudent Person Principle die Eigenverantwortung fördern. Die FINMA nutzt Risikoanalysen, Marktvergleiche und Vor-Ort-Kontrollen; ergänzt durch internationale Zusammenarbeit und den Swiss Solvency Test (SST). Zukünftige Risiken liegen insbesondere in geopolitischen Entwicklungen sowie Cyber- und Klimathemen.
Im Bereich der Cyberrisiken stehen der Schutz digitaler Systeme und ein aktives Risikomanagement im Vordergrund. Methoden wie Ethical Hacking helfen dabei, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen, wie Sandra Känzig ausführte. Versicherer übernehmen zunehmend auch eine beratende Rolle und unterstützen Unternehmen sowie Privatpersonen dabei, Risiken besser zu verstehen und zu steuern.
Martin Geser, CEO der TSM, zog ein positives Fazit: «Der Austausch war erneut sehr wertvoll. Besonders hervorzuheben sind die vielfältigen Impulse zu aktuellen Entwicklungen und neuen Risikofeldern, darunter gesellschaftliche Veränderungen im Bereich der psychischen Gesundheit sowie die zunehmende Bedeutung von Cyberrisiken im Zuge der Digitalisierung. Diese Themen unterstreichen die wachsenden Anforderungen an die Assekuranz.
Für die TSM ist dies ein wichtiger Kontext für die Weiterentwicklung unserer spezialisierten Versicherungslösungen wie beispielsweise Transport-, Event- oder Filmversicherungen sowie Classic Wheels. Als Nischenversicherer – semper in motu – tragen wir dazu bei, Risiken einzuordnen, Prävention zu fördern und unseren Kunden verlässliche Absicherung für ihre Geschäftstätigkeiten zu bieten.»